Worauf sollte man beim Wählen einer Bibelübersetzung zuerst achten?
Beim Lesen der Bibel stellt sich ganz natürlich eine Frage: „Welche Übersetzung ist die beste?“, „Welche Bibel passt zu mir?“, „Sollte man mehrere Übersetzungen gleichzeitig lesen?“ Für Menschen, die das Wort lieben, sind solche Fragen unvermeidlich.
Zuerst sollte klar sein: Übersetzungen sind keine konkurrierenden Bücher, sondern Ergebnisse der Übertragung desselben Wortes Gottes ins Koreanische. Die Autorität der Bibel liegt nicht im Namen des Übersetzers oder im Stil, sondern in der inspirierten, geschriebenen Botschaft, die Gott gegeben hat. Daher ist es bei der Wahl einer Übersetzung ratsam, sich weniger an Modetrends oder Stimmungslagen zu orientieren, sondern vielmehr an der Frage: Kann ich das Wort richtig verstehen und kontinuierlich lesen?
Ursprünglich wurde die Bibel auf Hebräisch, Aramäisch und Griechisch geschrieben. Für die Übertragung in heutiges Leseverständnis bedarf es Übersetzungsprinzipien. Einige Übersetzungen versuchen, die Originalwörter und Satzstrukturen so weit wie möglich zu bewahren, während andere den Text so anpassen, dass moderne Leser die Bedeutung leichter erfassen. Das Wissen um diesen Unterschied macht die Auswahl einer Übersetzung weniger überwältigend.
Psalm 119,105 sagt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und Licht auf meinem Weg.“ Entscheidend ist nicht, wie schön die Formulierung ist, sondern ob sie den Weg wirklich erleuchtet. Genauso ist es bei Übersetzungen: Es ist wichtig, dass sie klar verständlich sind, die Leserschaft beim Verstehen unterstützen und im Leben zur Gehorsamkeit führen.
Wenn man die Prinzipien der Übersetzung kennt, fällt die Auswahl leichter
Üblicherweise kann man Bibelübersetzungen in zwei große Kategorien einteilen:
1. Übersetzungen, die möglichst nahe am Urtext bleiben
Diese versuchen, die Ausdrucksweise und Strukturen des Originals so gut wie möglich zu bewahren. Der Vorteil liegt darin, dass sie helfen, die Beschaffenheit des Bibeltextes genauer zu erfassen. Wiederholte Wörter, Satzflüsse und grammatikalische Betonungen werden deutlich. Für Erstleser könnten diese Übersetzungen jedoch ungewohnt oder etwas schwerfällig wirken.
Ein Beispiel ist die Elberfelder Bibel, die im Gemeindegottesdienst und beim Bibelstudium häufig verwendet wird, da sie einen vertrauten Ausdrucksstil bietet. Viele Formulierungen sind seit langer Zeit in der deutschen Kirche bekannt, was das gemeinsame Lesen und Predigen erleichtert.
2. Übersetzungen, die den Sinn natürlich vermitteln
Diese Übersetzungen setzen darauf, die Bedeutung der Sätze so verständlich wie möglich zu machen. Sie sind weniger herausfordernd für Personen, die die Bibel erstmals lesen, oder für diejenigen, die regelmäßig Bibellese machen. Sie könnten jedoch den Eindruck erwecken, dass die feinen Nuancen des Urtexts etwas abgeschwächt werden.
Die Neue Genfer Übersetzung liest sich meist moderner, was den Lesefluss erleichtert. Die einfache Bibel ist besonders hilfreich für Neueinsteiger oder Leser, die häufig bei Formulierungen anhalten.
Hier ist zu bedenken: Eine einfache Sprache bedeutet nicht automatisch eine einfache Botschaft. Es geht vielmehr um die Haltung, das Wort Gottes unverfälscht zu verstehen.
Für welche Situation eignet sich welche Übersetzung?
Es ist oft hilfreicher, nicht an nur einer einzigen Übersetzung festzuhalten, sondern je nach Lesezweck zu variieren:
- Für Gottesdienste und Predigten: Die Elberfelder Bibel ist hier vorteilhaft. Sie ist weit verbreitet und hilft, das Wort gemeinsam zu bekräftigen.
- Beim Bibellesen in längeren Passagen: Die Neue Genfer Übersetzung ist wegen ihres natürlichen Leseflusses gut geeignet. Für eine konsequente Lektüre kann man sich auch an 365-Tag-Lesepläne orientieren.
- Beim Einstieg in das Neue Buch: Die Einfache Bibel unterstützt, den roten Faden der Bibel zu erfassen.
- Beim tiefen Nachsinnen über einen Vers: Zwei oder mehr Übersetzungen nebeneinander zu lesen und die Unterschiede zu vergleichen, ist sehr hilfreich. Das fördert auch das Verständnis darüber, was Besinnung eigentlich bedeutet.
Beispielsweise kann man beim Lesen der Paulusbriefe feststellen, dass die Elberfelder Übersetzung manchmal längere, komplexere Sätze hat. Wenn man denselben Abschnitt in der Neuen Genfer Übersetzung liest, wird die Argumentationslinie klarer. Umgekehrt vermittelt das vertraute Gefühl der Elberfelder beim Wiederlesen eine tiefere Gewichtung der Lehren.
Dieses Vergleichslesen soll keine Zweifel an der Bibel wecken, sondern vielmehr die Genauigkeit im Hören verbessern. Manchmal offenbart eine andere Übersetzung Verbindungen, die im ersten Blick verborgen blieben.
Die historische Bedeutung der Übersetzung
Seit den Anfängen der Christenheit wurde die Bibel in unterschiedlichste Sprachen übersetzt, um das Evangelium in verschiedene Regionen zu tragen. Dabei ging es nicht nur um wissenschaftliche Arbeit, sondern um den Dienst der Kirche, das Wort Gottes für die Menschen les- und hörbar zu machen. Unser heutiges Zugreifen auf eine koreanische Bibel basiert auf dieser langen Geschichte der Hingabe.
Daher ist es klug, eine Übersetzung nicht nur als Konsumprodukt zu sehen, sondern die Bemühungen der Kirchengenerationen zu würdigen, das Wort bewahren und weitergeben zu wollen. Diese Haltung hilft auch bei der Auswahl der Übersetzung: Es geht nicht nur um Bequemlichkeit, sondern darum, welche Übersetzung heute am besten hilft, Gottes Wort richtig zu erfassen.