Glauben, wie Römer 4 zeigt: Leben im Vertrauen auf Verheißungen, auch wenn sie unsichtbar sind
Glauben, wie Römer 4 zeigt: Leben im Vertrauen auf Verheißungen, auch wenn sie unsichtbar sind
Unabhängig davon, ob man schon lange im Glauben wandelnd ist oder gerade erst anfängt, stehen wir alle einmal vor derselben Frage: Lebe ich wirklich im Glauben? Wir nehmen an Gottesdiensten teil, lesen die Schrift, doch sobald wir vor konkreten Herausforderungen stehen, wankt unser Herz leicht. Pläne zerbrechen, Gebete scheinen langsam beantwortet zu werden, und die Umstände vor uns scheinen Gottes Verheißungen zu entfernen. In solchen Momenten neigen wir dazu, Glauben mit emotionaler Leidenschaft zu verwechseln. Wenn unser Herz heiß ist und Überzeugung trägt, denken wir, unser Glaube sei stark; ist es jedoch von Unsicherheit und Schwäche geprägt, glauben wir, keinen Glauben zu haben. Doch die Bibel beschreibt Glauben anders.
Römer 4 macht deutlich, was Glaube bedeutet. Paulus führt Abraham als Beispiel an und sagt, dass der Weg zur Rechtfertigung vor Gott nicht durch Werke, sondern durch Glauben besteht. Das ist das zentrale Evangelium des Christentums: Wir werden nicht durch gute Taten vor Gott angenommen, sondern durch den Glauben an Gottes Gnade, die in Jesus Christus uns geschenkt wird. Rechtfertigung allein durch Faith ist kein optionaler Punkt, sondern das Herzstück des Evangeliums. Deshalb sollten wir beim Nachdenken über Glauben vor allem daran denken, dass Glaube weniger dazu dient, uns hervorzustechen, sondern uns dazu bringt, auf den Gott zu vertrauen, der uns rettet.
In Römer 4, Vers 3, wird eine Stelle aus 1. Mose zitiert: „Denn Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm gerechnet zur Gerechtigkeit.“ Abraham war kein Vollkommener. Auf seinem Weg gab es Furcht, und die Wartezeit war lang. Dennoch beschreibt die Bibel ihn als Glaubensmann, weil er nicht auf seine eigenen Möglichkeiten vertraute, sondern auf den Gott, der seine Verheißung gab. Er sah, wer derjenige ist, der die Verheißung gemacht hat. Glaube bedeutet letztlich, die Größe der Verheißung auf die Zuverlässigkeit des Versprechenden zu stützen.
Wenn wir die Hintergründe dieses Kapitels etwas betrachten, wird alles noch klarer. Paulus schrieb den Römerbrief zu einer Zeit, als Juden die Gesetze und die Beschneidung als Zeichen des Bundes hochhielten. Das Gesetz ist eine gute Gabe Gottes, doch es schafft keine Sündenerlösung. Paulus betont, dass Abraham schon vor der Beschneidung durch Glauben gerechtfertigt wurde. Das heißt, das Fundament des Heils ist kein menschlicher religiöser Erfolg, sondern Gottes Verheißung. Dies ist auch für uns heute wichtig: Unser Glaube, unsere Kenntnisse oder der Dienst machen uns vor Gott nicht gerecht. Unsere Hoffnung liegt allein in Christus.
Ab Vers 18 illustriert Paulus die Situation Abrahams noch genauer. Aus menschlicher Sicht waren seine Erwartungen für Nachkommen kaum realistisch: Er war alt, Sarah unfruchtbar. Die Bibel verklärt die Realität nicht. Glaube ist kein Verhalten, das die Schwierigkeiten ignoriert. Vielmehr lehrt sie, dass der Glaube ehrlich die Grenzen der Realität anerkennt, aber auch vertrauend auf Gottes unbegrenzte Macht beharrt. Deshalb sagt Römer 4, Vers 20–21: „Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes in Unglauben, sondern wurde durch Glauben stark, übergab die Ehre Gott, war fest überzeugt, dass Gott tun kann, was er verheißen hat.“
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