Was hat Gott Abram in Genesis 15 versprochen
Genesis 15 berichtet, wie Gott dem furchtsamen und fragenden Abram einen Erben, zahlreiche Nachkommen und ein Land versprach und mit ihm einen Bund schloss.

Gott versprach Abram, der sich fürchtete und nach seiner Zukunft fragte, einen Erben aus seinem eigenen Leib, unzählige Nachkommen und das Land, das sie erhalten würden. Genesis 15 hält fest, wie Abram seine Lage vor Gott aussprach, Gottes Wort glaubte und erneut fragte, woran er das Versprechen erkennen könne. Gott antwortete mit seinem Wort und schloss danach einen Bund mit Abram.
Abram sagte, dass er keinen Erben habe
Gott sagte zu Abram, er solle sich nicht fürchten. Gott erklärte, dass er selbst Abrams Schild und sein überaus großer Lohn sei.
Doch Abram hatte ein ungelöstes Problem. Er sagte, dass er kinderlos sei. Wenn es so bliebe, werde nach seinem Verständnis Damaskus-Elieser oder ein in seinem Haus geborener Diener sein Erbe werden.
Abram verbarg seine Lage nicht vor Gott. Er fragte, was er bekommen könne, und sagte auch, dass Gott ihm bisher noch keinen Nachkommen gegeben habe. Das Versprechen in Genesis 15 folgt genau als Antwort Gottes auf diese Frage.
Gott versprach einen Erben aus Abrams eigenem Leib
Gott sagte, dass der Mann, an den Abram gedacht hatte, nicht sein Erbe sein werde. Stattdessen antwortete er klar, dass einer aus Abrams eigenem Leib sein Erbe sein werde.
Gott führte Abram hinaus, damit er in den Himmel schaue. Nachdem er ihn gefragt hatte, ob er die Sterne zählen könne, sagte er, dass seine Nachkommen ebenso zahlreich sein würden. Zwischen Abrams gegenwärtiger Lage und Gottes Verheißung bestand ein großer Abstand, doch der Text hält fest, dass Abram dem HERRN glaubte. Und der HERR rechnete ihm diesen Glauben als Gerechtigkeit an.
Der Schwerpunkt dieser Stelle liegt nicht darauf, dass Abram selbst eine Lösung fand. Entscheidend ist, dass Abram Gottes Wort über Erben und Nachkommen glaubte.
Gott antwortete auch auf die Frage nach dem Land
Gott erklärte, dass er selbst es war, der Abram aus Ur in Chaldäa herausgeführt hatte. Und er sagte, dass er ihn herausgeführt habe, um ihm dieses Land zu geben und es zu seinem Besitz zu machen.
Abram fragte, woran er erkennen könne, dass er es als Besitz erhalten werde. Gott ließ Abram eine junge Kuh, eine Ziege, einen Widder, eine Turteltaube und eine junge Taube vorbereiten. Abram brachte die Tiere, wie ihm gesagt worden war, und vertrieb die Raubvögel, die sich auf die toten Tiere herabließen.
Als es gegen Abend wurde, fiel tiefer Schlaf auf Abram, und Finsternis überkam ihn, und er erschrak sehr. Gott teilte ihm mit, dass seine Nachkommen in einem fremden Land als Fremdlinge leben und vierhundert Jahre lang bedrängt werden würden. Zugleich sagte er, dass er die Nation richten werde, der sie dienen würden, und dass Abrams Nachkommen mit großem Besitz ausziehen und im vierten Geschlecht in dieses Land zurückkehren würden.
Gott schloss einen Bund mit Abram
Als die Sonne untergegangen und es dunkel geworden war, fuhr ein rauchender Ofen und eine brennende Fackel zwischen den zerteilten Fleischstücken hindurch. An jenem Tag schloss Gott mit Abram einen Bund. Und er sagte, dass er seinen Nachkommen das Land vom Strom Ägyptens bis zum großen Strom Euphrat geben werde.
Genesis 15 sagt nicht, dass alle Verheißungen sofort erfüllt wurden. Vielmehr berichtet es auch von der langen Zeit, die Abrams Nachkommen erleben würden, und von dem, was danach geschehen sollte. Deshalb ist die zentrale Antwort dieses Kapitels klar. Gott beantwortete Abrams Frage mit konkreten Worten über einen Erben, Nachkommen und das Land und schloss einen Bund.
Lies heute Genesis 15 vollständig und schreibe die drei Verheißungen Gottes in einem Satz auf. Es ist gut, sich dabei an dem zu orientieren, was Gott im Text selbst direkt sagt, und nicht an Abrams Lage.
Textgrundlage
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- Mose 15,1-6
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- Mose 15,7-16
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- Mose 15,17-21
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