1. Mose 26: Wie erhielt Isaak mitten im Streit einen Brunnen?
In 1. Mose 26 sehen wir, wie Isaak durch Hungersnot, Angst und den Streit um Brunnen hindurch in dem Land blieb, das Gott ihm anzeigte, und Frieden schloss.

Isaak erlebte Hungersnot und Streit um Brunnen, doch er blieb in dem Land, das Gott ihm zu bleiben hieß, und wich von den Brunnen, an denen Streit entstand, um Frieden zu finden. 1. Mose 26 zeigt diesen Weg durch Isaaks Aufenthalt in Gerar und das erneute Ausheben der Brunnen. Die Frage, die wir in diesem Kapitel betrachten, lautet: „Wie erhielt Isaak mitten im Streit einen Brunnen?"
Das Wort, das Isaak in der Hungersnot gegeben wurde
Zur Zeit Abrahams war die erste Hungersnot gekommen, und auch zu Isaaks Zeit herrschte in jenem Land Hungersnot. Isaak ging nach Gerar. Da sprach der HERR zu Isaak, er solle nicht nach Ägypten hinabziehen, sondern in dem Land bleiben, das er ihm zeigen werde.
Gott sagte, dass er mit Isaak sein und ihn segnen werde. Außerdem werde er das erfüllen, was er Abraham zugeschworen hatte. Isaak blieb in Gerar. Weil Hungersnot herrschte, zog Isaak nicht nach Ägypten hinab. Der Text hält zuerst fest, dass Isaak dem Wort Gottes entsprechend in Gerar blieb.
Die Tatsache, die er aus Angst verbarg
Isaak fürchtete, die Männer von Gerar könnten ihn wegen Rebekka töten, wenn sie sie sähen. Deshalb sagte er, Rebekka sei seine Schwester. Doch als Abimelech sah, wie Isaak Rebekka umarmte, wurde ihm das Verhältnis der beiden klar.
Als Abimelech fragte, warum er so gehandelt habe, antwortete Isaak, er habe gefürchtet, wegen Rebekka getötet zu werden. Abimelech wies darauf hin, dass wegen Isaaks Aussage einer aus dem Volk beinahe mit Rebekka geschlafen hätte. Dann befahl er dem ganzen Volk, Isaak und Rebekka nicht anzutasten.
Dieses Kapitel sagt, dass Isaak, obwohl er Gottes Segen empfangen hatte, aus Angst etwas verbarg. Deshalb berichtet 1. Mose 26 nicht nur von Isaaks Wohlstand. Es zeigt auch, dass er in seiner Furcht falsch gesprochen hat.
Isaak stritt nicht weiter vor dem verstopften Brunnen
Isaak säte in jenem Land und erntete hundertfach, weil der HERR ihn segnete. Isaak wurde immer reicher, und sein Besitz an Schafen und Rindern sowie die Zahl seiner Knechte nahmen zu. Da beneideten ihn die Philister.
Sie verstopften die Brunnen, die die Knechte Abrahams gegraben hatten, und füllten sie mit Erde. Auch Abimelech sagte zu Isaak, er sei ihnen viel mächtiger geworden und solle wegziehen. Isaak zog ins Tal von Gerar und schlug dort sein Zelt auf.
Isaak grub die Brunnen wieder aus, die zur Zeit seines Vaters Abraham gegraben worden waren. Als die Knechte dort eine Wasserquelle fanden, stritten die Hirten von Gerar und behaupteten, das Wasser gehöre ihnen. Isaak nannte den Brunnen Esek. Als sie auch bei einem anderen Brunnen stritten, nannte er ihn Sitna.
Als bei diesen beiden Brunnen Streit entstand, setzte Isaak sich nicht mit Gewalt durch, um den Ort zu behalten. Er zog an einen anderen Ort und grub dort wieder. Beim dritten Brunnen entstand kein Streit, und Isaak nannte ihn Rehobot. Isaak sagte, dass der HERR ihnen nun Raum geschaffen habe.
Frieden schließen, nachdem er den Brunnen erhalten hatte
Isaak zog von Rehobot hinauf nach Beerscheba. In jener Nacht erschien ihm der HERR und sagte ihm, er solle sich nicht fürchten. Gott sagte erneut, dass er mit Isaak sein, ihn segnen und seine Nachkommen mehren werde.
Isaak baute dort einen Altar und rief den Namen des HERRN an. Dann schlug er sein Zelt auf. Auch dort gruben seine Knechte einen Brunnen.
Später kamen Abimelech und seine Leute zu Isaak. Isaak fragte sie, warum sie gekommen seien, nachdem sie ihn gehasst und fortgeschickt hatten. Sie sagten, dass sie deutlich gesehen hätten, dass der HERR mit Isaak sei. Und sie baten darum, einen Eid miteinander zu schwören und einen Bund zu schließen.
Isaak veranstaltete ein Fest für sie. Am nächsten Morgen schworen sie einander, und er sandte sie in Frieden fort. Noch am selben Tag meldeten Isaaks Knechte, dass sie in dem neu gegrabenen Brunnen Wasser gefunden hätten. In 1. Mose 26 wich Isaak von dem Ort, an dem Streit entstanden war, und nachdem er gehört hatte, dass Gott mit ihm war, schloss er einen Friedensbund.
Lies heute in Bibel lesen 1. Mose 26,1-33 und schreibe eine Sache auf, die du verändern kannst, damit du keinen Streit weiterführst. Das bedeutet nicht, dass du in jeder Situation so handeln musst wie Isaak. Vielmehr geht es darum, genau eine Sache konkret zu bestimmen, die du jetzt loslassen und an einen anderen Ort bringen kannst, wie es der Text zeigt.
Belegstellen
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- Mose 26,1-6
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- Mose 26,7-11
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- Mose 26,12-22
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- Mose 26,23-33
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- Mose 26,34-35
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