Was sollte nach 3. Mose 24 beständig eingehalten werden?
3. Mose 24 erklärt anhand des beständig brennenden Leuchters, der an jedem Sabbat aufgelegten Brote, des Falls einer Lästerung des Namens des HERRN und des für alle gleichermaßen geltenden Rechts, was Israel treu einhalten sollte.

- Mose 24 hält sowohl die regelmäßig zu erfüllenden Aufgaben vor dem HERRN als auch die Gesetze fest, die innerhalb der Gemeinschaft für alle gleichermaßen galten. Die Lampen sollten beständig brennen, die Brote an jedem Sabbat neu aufgelegt werden, und im Fall der Lästerung des Namens des HERRN wartete man zunächst auf seine Weisung. Darin zeigt sich die Verantwortung, den heiligen Dienst beständig zu versehen und bei der Anwendung des Rechts keinen Unterschied nach der Herkunft eines Menschen zu machen.
Die Lampen wurden vom Abend bis zum Morgen versorgt
Der HERR gebot den Israeliten, reines Öl aus zerstoßenen Oliven zu bringen. Es war dafür bestimmt, die Lampen beständig brennen zu lassen. Die Israeliten waren dafür verantwortlich, das Öl zu bringen, während Aaron die Lampen versorgte.
Aaron sollte die Lampen im Zelt der Begegnung außerhalb des Vorhangs vor der Lade des Zeugnisses vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN versorgen. Dieses Gebot wird in den Versen 3 und 4 wiederholt. Es genügte nicht, die Lampen nur einmal anzuzünden. Das reine Öl musste bereitgestellt und die Lampen mussten Nacht für Nacht gepflegt werden, damit ihr Licht nicht erlosch.
Der Text bezeichnet dies als eine ewige Ordnung, die von Generation zu Generation einzuhalten war. Der Dienst an den Lampen zeigte sich weniger in einem kurzen Augenblick des Eifers als vielmehr darin, die festgelegte Aufgabe zuverlässig und ohne Unterbrechung fortzuführen.
Die zwölf Brote wurden an jedem Sabbat neu aufgelegt
Mose sollte aus Feinmehl zwölf Brote backen und sie auf den reinen Tisch legen. Die Brote wurden in zwei Reihen angeordnet, jeweils sechs in einer Reihe. Auf jede Reihe kam reiner Weihrauch, damit er als Gedenkopfer für den HERRN diente.
Auch diese Brote wurden nicht nur ein einziges Mal aufgelegt. Vers 8 gebietet, sie an jedem Sabbat stets neu vor dem HERRN anzuordnen. Die Lampen wurden Abend für Abend bis zum Morgen versorgt, während die Brote an jedem Sabbat erneut aufgelegt wurden.
Die aufgelegten Brote gehörten Aaron und seinen Söhnen. Sie durften sie nicht an einem beliebigen Ort, sondern mussten sie an heiliger Stätte essen. Der Text bezeichnet sie als einen hochheiligen Anteil, der den Priestern von den Feueropfern des HERRN zustand. Sowohl der Zeitpunkt der Zubereitung als auch der Platz, an dem sie aufgelegt und gegessen wurden, waren durch das Gebot festgelegt.
Die Gemeinde wartete zunächst auf die Weisung des HERRN
Ab Vers 10 wechselt die Szene zu einem Streit im Lager. Der Sohn einer Israelitin geriet mit einem Israeliten in Streit und lästerte dabei den Namen des HERRN, indem er ihn verfluchte. Die Leute bestraften ihn nicht sofort, sondern brachten ihn zu Mose.
Sie hielten ihn in Gewahrsam und warteten auf die Weisung des HERRN. Sie vollstreckten also nicht allein aufgrund des Vorfalls ihr eigenes Urteil. Erst nachdem der HERR zu Mose gesprochen hatte, legten diejenigen, die die Lästerung gehört hatten, ihre Hände auf den Kopf des Mannes, und die Gemeinde vollstreckte die angeordnete Strafe.
Im Anschluss an diesen Fall folgen Gesetze über die Tötung eines Menschen oder Tieres und über Verletzungen, die einem Mitmenschen zugefügt wurden. Die Folgen für die Tötung eines Menschen waren andere als für die Tötung eines Tieres. Wer seinem Nächsten eine Verletzung zufügte, musste entsprechend seiner Tat Ersatz leisten. Die Verantwortung wurde somit nach dem Geschädigten und dem Ausmaß des Schadens klar bestimmt.
Für Fremde und Einheimische galt dasselbe Recht
Vers 22 stellt klar, für wen die vorausgehenden Bestimmungen galten. Für Fremde und Einheimische sollte dasselbe Recht gelten. Auch bei der Lästerung des Namens des HERRN durfte die Herkunft des Täters nicht zu unterschiedlichen Maßstäben führen.
Im letzten Vers übermittelte Mose den Israeliten das Gebot. Das Volk führte den Mann, der den Fluch ausgesprochen hatte, aus dem Lager hinaus und handelte so, wie der HERR es Mose geboten hatte. Die Reihenfolge blieb bis zum Schluss gewahrt: Sie warteten auf die Weisung, teilten das empfangene Gebot der Gemeinschaft mit und handelten danach.
Die Lampen und die Brote in 3. Mose 24 sollten dafür sorgen, dass der festgelegte Dienst beständig fortgeführt wurde. Der anschließende Vorfall und die dazugehörigen Gesetze lehrten, Unrecht nicht nach eigenem Ermessen zu behandeln, sondern nach der empfangenen Weisung zu urteilen. Dieser Maßstab galt für Fremde und Einheimische gleichermaßen.
Eine konkrete Handlung für heute besteht darin, vor einer wichtigen Entscheidung nicht vorschnell zu handeln, sondern zuerst die betreffende Bibelstelle nachzulesen. So wie die Menschen den Mann in Gewahrsam hielten und auf die Weisung des HERRN warteten, können auch wir zunächst den biblischen Text lesen und prüfen, bevor wir etwas sagen oder tun.
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