Mose wollte ohne Gottes Gegenwart nicht weiterziehen
In 2. Mose 33 hielt Mose nicht nur am verheißenen Land fest, sondern vor allem daran, dass Gott selbst mit seinem Volk ging. Wir betrachten, wodurch sich Israel von anderen Völkern unterschied und wie Gott auf Moses Bitte antwortete.

Mose hielt es nicht für ausreichend, lediglich in das verheißene Land zu gelangen. In 2. Mose 33 bat er Gott, sie nicht von dort hinaufziehen zu lassen, wenn er nicht selbst mit ihnen gehen würde. Denn gerade Gottes Gegenwart unterschied Israel von allen anderen Völkern.
Das verheißene Land war zugesagt, doch Gottes Gegenwart fehlte
Gott forderte Mose auf, das Volk in das Land zu führen, das er verheißen hatte. Er wollte einen Engel vor ihnen hersenden, die dort lebenden Völker vertreiben und Israel in ein Land bringen, in dem Milch und Honig fließen.
Doch Gott erklärte, dass er nicht selbst mit dem Volk hinaufziehen werde. Israel war ein halsstarriges Volk, und wenn Gott mitten unter ihnen mitginge, könnte er sie unterwegs vernichten. Das Ziel und der Weg blieben ihnen zugesagt, doch Gottes unmittelbare Gegenwart war davon ausgenommen.
Als das Volk diese Worte hörte, trauerte es. Niemand legte seinen Schmuck an, und nachdem Gottes Aufforderung ergangen war, legten die Israeliten vom Berg Horeb an ihren Schmuck ab. Die Nachricht von einem guten Land konnte sie nicht darüber hinwegtrösten, dass Gott nicht mit ihnen hinaufziehen wollte.
Gott sprach im Zelt der Begegnung außerhalb des Lagers
Mose schlug ein Zelt weit außerhalb des Lagers auf und nannte es das Zelt der Begegnung. Wer den HERRN suchen wollte, ging zu diesem Zelt außerhalb des Lagers. Immer wenn Mose dorthin ging, trat das Volk an die Eingänge seiner Zelte und sah ihm nach, bis er hineingegangen war.
Sobald Mose das Zelt betrat, kam die Wolkensäule herab und blieb am Eingang stehen. Dort sprach Gott mit Mose. Wenn das Volk die Wolkensäule sah, warf sich jeder am Eingang seines Zeltes anbetend nieder. Obwohl das Zelt weit vom Lager entfernt stand, sprach Gott mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mensch mit seinem Freund spricht.
In dieser Szene werden sowohl der Zustand des Volkes als auch Moses besondere Beziehung zu Gott sichtbar. Das Volk blickte aus der Ferne zum Zelt der Begegnung, während Mose darin Gottes Worte hörte. Aus diesem Gespräch heraus brachte Mose anschließend seine Bitte vor.
Mose bat darum, dass Gott selbst mit ihnen gehen sollte
Mose sagte zu Gott, dass er ihn zwar aufgefordert habe, das Volk hinaufzuführen, ihm aber nicht mitgeteilt habe, wen er mitsenden werde. Dabei berief er sich auf Gottes Zusage, ihn beim Namen zu kennen und ihm seine Gnade erwiesen zu haben. Mose bat Gott, ihm seine Wege zu zeigen und Israel weiterhin als sein Volk anzusehen.
Gott antwortete, dass er selbst mitgehen und Mose Ruhe schenken werde. Doch Mose ließ es nicht dabei bewenden. Er bat Gott, sie nicht von dort hinaufziehen zu lassen, wenn er nicht persönlich mit ihnen ginge.
Auch den Grund dafür benannte Mose deutlich: Dass er und das Volk Gottes Gnade gefunden hatten, war daran zu erkennen, dass Gott mit ihnen ging. Nicht der Reichtum des Landes und auch nicht allein der Engel, der ihnen vorausging, unterschieden Israel von allen anderen Völkern der Erde, sondern Gottes Gegenwart. Gott sagte Mose zu, seine Bitte zu erfüllen, und bestätigte erneut, dass er ihn beim Namen kenne.
Mose durfte Gottes Herrlichkeit auf die von Gott bestimmte Weise sehen
Anschließend bat Mose darum, Gottes Herrlichkeit sehen zu dürfen. Gott erklärte, dass er all seine Güte vor Mose vorüberziehen lassen und den Namen des HERRN vor ihm ausrufen werde. Zugleich stellte er klar, dass Mose sein Angesicht nicht sehen könne.
Gott wollte Mose auf einen Felsen stellen und ihn in eine Felsspalte treten lassen, während seine Herrlichkeit vorüberzog. Dort würde Gott ihn mit seiner Hand bedecken. Sobald er die Hand wegnähme, sollte Mose ihn von hinten sehen, doch sein Angesicht durfte er nicht sehen. Moses Bitte wurde erhört, aber Gott selbst bestimmte, auf welche Weise und in welchem Umfang Mose seine Herrlichkeit sehen durfte.
- Mose 33 macht deutlich, dass es nicht dasselbe ist, ein Ziel zu erreichen und mit Gott unterwegs zu sein. Mose hielt nicht nur am verheißenen Land fest. Er wusste, dass erst Gottes Gegenwart ihn und das Volk von anderen unterschied. Darauf antwortete Gott mit der Zusage, selbst mit ihnen zu gehen.
Wenn Sie heute eine Sache umsetzen möchten, lesen Sie 2. Mose 33, Verse 15–16, noch einmal. Schreiben Sie anschließend ein Ergebnis auf, das Sie sich derzeit wünschen, und halten Sie in einem Satz fest, warum es nicht nur auf dieses Ergebnis ankommt, sondern ebenso darauf, den Weg gemeinsam mit Gott zu gehen.
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