Was tat Jakob angesichts der Angst in 1. Mose 32?
Wir betrachten, wie Jakob angesichts der Nachricht, dass Esau mit vierhundert Männern kommt, sein Lager teilte, Gott anflehte und Geschenke vorbereitete.

Angesichts der Angst teilte Jakob seine Leute auf, bat Gott um Rettung und bereitete Geschenke für Esau vor. Der Grund für seine Angst war, dass er gehört hatte, sein Bruder Esau komme ihm mit vierhundert Männern entgegen. 1. Mose 32 zeigt nacheinander Jakobs Angst und seine Vorbereitungen, sein Gebet, seinen Kampf und seinen Segen.
Warum war Jakob von großer Angst und Unruhe erfüllt?
Jakob sandte zunächst Boten zu seinem Bruder Esau in das Land Seïr, das Gebiet Edom. Er ließ ihm ausrichten, dass er bei Laban gelebt habe und Rinder, Esel, Schafe und Knechte besitze. Außerdem ließ er sagen, dass er Esau Gunst finden wolle.
Die Boten kehrten zurück und meldeten, Esau komme Jakob mit vierhundert Männern entgegen. Als Jakob das hörte, bekam er große Angst und geriet in Bedrängnis. Er sagte Gott ausdrücklich, er fürchte, Esau könne ihn und seine Frauen und Kinder erschlagen.
Jakobs Angst war nicht unbestimmt. Er hatte gehört, dass Esau mit vielen Menschen kam. Deshalb teilte er die Menschen bei ihm sowie Schafe, Rinder und Kamele in zwei Lager. Wenn das eine Lager angegriffen würde, sollte wenigstens das andere entkommen können. So bereitete er sich vor.
Wie trug Jakob seine Angst Gott vor?
Jakob blieb nicht bei seinen Vorbereitungen stehen. Zuerst erinnerte er sich daran, dass Gott ihm befohlen hatte, in seine Heimat und zu seiner Verwandtschaft zurückzukehren, und ihm zugesagt hatte, ihm Gutes zu tun. Dann bekannte er, dass er all der Gnade und Treue, die er empfangen hatte, nicht würdig sei.
Jakob sagte, früher habe er den Jordan nur mit seinem Stab überquert, jetzt aber bilde er zwei Lager. Nachdem er konkret auf das Empfangene zurückgeblickt hatte, verschwieg er auch seine gegenwärtige Angst nicht. Er flehte: „Rette mich aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus!“
Er erklärte, er fürchte, dass seine Frauen und Kinder angegriffen würden. Außerdem erinnerte er Gott erneut an seine Zusage, ihm Gutes zu tun und seine Nachkommen wie den Sand am Meer unzählbar zu machen. In Jakobs Bitte liegen zugleich das Bekenntnis zu empfangener Gnade, die gegenwärtige Angst und die Bitte um Rettung.
Was bereitete Jakob vor, bevor er Esau begegnete?
Jakob blieb dort über Nacht und wählte aus seinem Besitz ein Geschenk für Esau aus. Ziegen und Schafe, Kamele und Rinder sowie Esel teilte er jeweils in Herden und übergab sie seinen Knechten. Zwischen die einzelnen Herden ließ er Abstand und schickte sie vor sich her.
Jakob befahl seinen Knechten, wenn sie Esau begegneten, zu sagen, diese Tiere seien ein Geschenk für Esau und Jakob komme hinter ihnen. Er dachte, Esau könne durch die vorausgeschickten Geschenke besänftigt werden und ihn vielleicht annehmen, wenn sie sich begegneten. Auch in seiner Angst setzte Jakob konkrete Vorbereitungen für die Begegnung fort.
Was erlebte Jakob, als er allein zurückblieb?
In jener Nacht schickte Jakob seine beiden Frauen, seine beiden Mägde und seine elf Söhne über die Furt des Jabbok. Nachdem auch sein ganzer Besitz hinübergebracht war, blieb Jakob allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm bis zum Anbruch des Tages.
Der Mann schlug ihm auf das Hüftgelenk, sodass Jakobs Hüftgelenk beim Ringen ausgerenkt wurde. Jakob sagte, er werde ihn nicht loslassen, bevor dieser ihn segne. Der Mann fragte Jakob nach seinem Namen und sagte, von nun an solle er Israel heißen; danach segnete er ihn dort.
Jakob nannte den Ort Pnuël. Er sagte: „Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und doch ist mein Leben gerettet worden.“ Als Jakob an Pnuël vorüberzog, ging die Sonne auf, und er hinkte wegen seiner Hüfte.
Die heutige Angst in einem Satz vor Gott bringen
Die eine Handlung für heute besteht darin, 1. Mose 32,9–12 zu lesen und Gott die eigene Angst in einem Satz vorzutragen. Verberge wie Jakob nicht, wovor du Angst hast, sondern schreibe es konkret auf. Ein Satz genügt: „Gott, ich habe jetzt Angst vor ______. Rette mich aus ______.“
Grundlage im Bibeltext
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- Mose 32,1–8
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- Mose 32,9–12
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- Mose 32,13–23
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- Mose 32,24–32
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