Genesis 39: Wie Josef der Versuchung entging
In Genesis 39 sehen wir, warum Josef die Forderung von Potifars Frau zurückwies und ihr aus dem Weg ging, und wie Gott selbst im Gefängnis bei Josef war.

Josef wies die Forderung von Potifars Frau zurück und ging davon, weil er darin ein großes Unheil sah, mit dem er gegen Gott sündigen würde. Genesis 39 zeigt, wie Josef auf wiederholte Forderungen reagierte. Außerdem macht der Text deutlich, dass der HERR sowohl bei Josef war, als er Sklave war, als auch, als er im Gefängnis saß.
Josef wurde ein vertrauenswürdiger Diener
Josef wurde nach Ägypten gebracht und kam in das Haus Potifars. Potifar war ein Beamter des Pharaos und der Oberste der Leibwache. Er hatte Josef von den Ismaelitern gekauft.
Josefs Lage war nicht frei, doch der HERR war mit ihm. Josef wurde im Haus Potifars zu einem Mann, dem alles gelang. Auch Potifar sah, dass der HERR mit Josef war und sein Tun gelingen ließ.
Josef fand Gunst bei Potifar und diente ihm. Potifar setzte Josef über sein Haus und übergab alles, was er besaß, in seine Hand. Von da an segnete der HERR das Haus des Ägypters um Josefs willen. Potifar kümmerte sich um nichts außer um die Speise, die er aß.
Warum lehnte Josef die Forderung ab
Die Frau Potifars forderte Josef auf, mit ihr zu schlafen. Josef erklärte, dass sein Herr ihm alles in seinem Haus anvertraut habe. Nur eines hatte sein Herr ihm vorenthalten: seine Frau.
Josef sah diese Sache nicht als bloße persönliche Entscheidung. Er sagte: „Wie könnte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen?“ Damit stellte er klar, dass es nicht nur ein Vertrauensbruch gegenüber seinem Herrn wäre, sondern auch eine Sünde gegen Gott.
Die Frau Potifars stellte ihre Forderung nicht nur an einem einzigen Tag. Täglich sprach sie Josef an. Doch Josef hörte nicht auf sie, schlief nicht mit ihr und hielt sich auch nicht mit ihr auf. Seine Ablehnung blieb nicht bei Worten stehen, sondern führte dazu, dass er Abstand nahm.
Josef ließ seinen Mantel zurück und floh
Eines Tages kam Josef ins Haus, um seine Arbeit zu tun, und niemand von den Hausleuten war dort. Da packte die Frau Potifars Josef am Gewand und forderte ihn erneut auf, mit ihr zu schlafen. Josef ließ sein Gewand in ihrer Hand zurück und floh nach draußen.
Josef blieb nicht dort, um sein Gewand zurückzubekommen. Er verließ die Situation sofort. Die Reaktion, die Genesis 39 zeigt, ist eindeutig: Er wies die sündige Forderung zurück, hörte nicht auf wiederholte Aufforderungen und floh schließlich davon.
Die Frau Potifars erzählte den Leuten im Haus und ihrem Mann mit dem zurückgebliebenen Gewand eine andere Geschichte. Als Potifar das hörte, entbrannte sein Zorn sehr, und er ließ Josef in das Gefängnis bringen, in dem die Gefangenen des Königs lagen. Josef hatte die Forderung zurückgewiesen, und dennoch wurde er ins Gefängnis geworfen.
Auch im Gefängnis war der HERR mit ihm
Nachdem Josef ins Gefängnis gekommen war, war der HERR weiterhin mit ihm. Der HERR erzeigte Josef Gnade und verschaffte ihm Gunst vor dem Obersten des Gefängnisses. Der Gefängnisaufseher übertrug Josef die Aufsicht über die Gefangenen und über viele Angelegenheiten im Gefängnis.
Josef, dem im Haus Potifars der Besitz anvertraut worden war, erhielt auch im Gefängnis Verantwortung. Der Aufseher des Gefängnisses kümmerte sich um nichts von dem, was Josef übertragen worden war. Der Text erklärt den Grund dafür damit, dass der HERR mit Josef war.
In Genesis 39 bedeutet die Gegenwart des HERRN nicht, dass Josef überhaupt keine schweren Wege gehen musste. Josef wurde Sklave und kam ins Gefängnis. Dennoch war der HERR an beiden Orten mit Josef und ließ das gelingen, was ihm anvertraut war.
Bestimmen Sie heute eine Situation, die Sie meiden sollen
Bestimmen Sie heute eine Situation, in der Sie sündigen könnten, und schreiben Sie eine konkrete Weise auf, wie Sie dieser Situation nicht ausgesetzt bleiben werden. Es kann eine sofort umsetzbare Handlung sein, etwa ein Gespräch zu beenden oder den Ort zu verlassen. Sie können sich an Josefs Beispiel orientieren: Er hörte die wiederholten Forderungen nicht an, blieb nicht bei ihr und floh schließlich.
Beim erneuten Lesen von Genesis 39 sollten Sie in einem Satz festhalten, welche Situation Sie meiden und welche Handlung Sie ergreifen wollen. Die Entscheidung, die Sünde abzulehnen, in einen tatsächlichen Abstand umzusetzen, ist die eine Handlung, die Sie heute tun sollen.
Grundlage des Textes
- Genesis 39,1-6
- Genesis 39,7-12
- Genesis 39,13-20
- Genesis 39,21-23
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