Warum wurde das Volk in Numeri 26 erneut gezählt?
Die zweite Volkszählung in Numeri 26 sollte nach Stämmen und Sippen feststellen, wer das Land erhalten würde. Zugleich bestätigte sie, dass sich Gottes Ankündigung über den Tod der Wüstengeneration erfüllt hatte.
In Numeri 26 wurde das Volk erneut gezählt, um festzustellen, welche Gemeinschaft das Land als Erbbesitz erhalten sollte. Zugleich bestätigte diese Zählung, dass von der Generation, die in der Wüste Sinai erfasst worden war, außer Kaleb und Josua niemand mehr lebte. Das Kapitel berichtet der Reihe nach von der Zählung nach der Plage, den Anweisungen zur Verteilung des Landes und dem Vergleich der beiden Volkszählungen.
Nach der Plage begann eine neue Volkszählung
Nach der Plage wies der HERR Mose und den Priester Eleasar an, die gesamte Gemeinde Israels zu zählen. Erfasst werden sollten alle Männer ab zwanzig Jahren, geordnet nach ihren Vaterhäusern, die zum Kriegsdienst fähig waren. Mose und Eleasar übermittelten diesen Befehl in den Ebenen Moabs am Jordan gegenüber von Jericho.
Der Text führt die einzelnen Stämme von Ruben bis Naftali nach ihren Sippen auf. Er nennt nicht nur die Gesamtzahl, sondern zeigt immer wieder, von wem die jeweiligen Sippen abstammten. Nachdem die Zahlen für jeden Stamm einzeln festgehalten worden sind, wird die Gesamtzahl mit 601.730 Männern angegeben.
Die Aufzählung enthält auch Berichte über Todesfälle. Datan und Abiram hatten sich der Gruppe Korachs angeschlossen und sich gegen Mose und Aaron erhoben. Daraufhin verschlang die Erde diese Gruppe. Die Söhne Korachs dagegen starben nicht. Erwähnt wird außerdem, dass die Söhne Judas, Er und Onan, im Land Kanaan starben und dass Nadab und Abihu ums Leben kamen, als sie fremdes Feuer darbrachten. Die Zählung nennt somit nicht nur die Zahl der Lebenden, sondern unterscheidet innerhalb der einzelnen Familien auch danach, wer keine Nachkommen hinterließ und wer erhalten blieb.
Die Zahl der Erfassten bestimmte die Verteilung des Landes
Nach Abschluss der Zählung befahl der HERR, das Land entsprechend der Zahl der erfassten Personen als Erbbesitz zu verteilen. Stämme mit vielen Angehörigen sollten ein größeres Gebiet erhalten, Stämme mit wenigen Angehörigen ein kleineres. In dieser Anweisung wird deutlich, warum zuvor die Sippen und ihre Mitglieder so genau gezählt worden waren.
Der Erbbesitz wurde jedoch nicht allein nach der Bevölkerungszahl vergeben. Das Land sollte durch das Los verteilt und entsprechend den Namen der Stämme ihrer Vorfahren zugeteilt werden. Der Text verbindet daher die Größe des Erbbesitzes, die sich nach der Zahl der Menschen richtete, mit der Verteilung durch das Los. Es wurde nicht vage festgelegt, welcher Stamm Land erhalten sollte. Die Zuteilung orientierte sich vielmehr an der gezählten Gemeinde und an den Namen der Stämme.
Die Leviten wurden gesondert gezählt, und zwar alle männlichen Personen ab einem Monat. Ihre Zahl betrug 23.000. Sie wurden jedoch nicht in die Zählung der übrigen Israeliten aufgenommen. Der Text erklärt ausdrücklich, dass ihnen unter den Israeliten kein Land als Erbbesitz zugeteilt wurde. So wurde selbst innerhalb dieser Zählung zwischen den Stämmen, die Land erhalten sollten, und den Leviten unterschieden, für die dies nicht vorgesehen war.
Der Vergleich beider Zählungen zeigte, wer übrig geblieben war
Am Ende werden die Menschen, die Mose und Aaron in der Wüste Sinai gezählt hatten, mit denen verglichen, die nun von Mose und Eleasar erfasst wurden. Kein Einziger aus der ersten Zählung stand auf der neuen Liste. Der HERR hatte angekündigt, dass sie in der Wüste sterben würden. Die einzigen Ausnahmen waren Kaleb, der Sohn Jefunnes, und Josua, der Sohn Nuns.
Die lange Namensliste in Numeri 26 hält somit einerseits fest, welche Gemeinschaft das Land erhalten sollte. Andererseits bestätigt sie, dass sich Gottes Wort über die zuvor gezählte Generation erfüllt hatte. Die Menschen, die nach der Plage noch lebten, wurden nach ihren Sippen gezählt. Ihre Anzahl bildete die Grundlage dafür, wie groß der jeweilige Erbbesitz bei der bevorstehenden Landverteilung sein sollte. Der abschließende Vergleich macht deutlich, dass die Menschen auf der neuen Liste nicht dieselben waren wie bei der ersten Zählung.
Lies heute Numeri 26 und markiere den Auftrag zur Zählung in den Versen 1–4, die Anweisungen zur Verteilung des Erbbesitzes in den Versen 51–56 und den Vergleich der Generationen in den Versen 63–65. Fasse die drei Abschnitte anschließend selbst in drei Sätzen zusammen: „Wer wurde gezählt?“, „Warum wurde gezählt?“ und „Wer blieb übrig?“ So kannst du auch zwischen den vielen Namen und Zahlen den Zweck und das Ergebnis der Volkszählung klar erkennen.
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